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 25.10. Anreise mit Hindernissen



Unsere Anreise begann am frühen Morgen und zwar im Auto, dank Bahnerstreik. In Düsseldorf pünktlich angekommen ging es dann aber nicht weiter, wie erhofft. Der Grund war, dass nicht nur die deutschen Lokführer streikten, sondern auch die Belegschaft der Air-France. So war es anfangs nicht einmal klar, ob wir Paris überhaupt erreichen würden. Glücklicherweise konnten wir nach etwa 40 Minuten Wartezeit doch noch starten. Mit ziemlich genau der gleichen Verspätung trafen wir kurz darauf in Paris ein, um gerade noch den letzten Aufruf für unsere Maschine zu erreichen. Laufen, Sicherheitskontrolle (immer ein Spaß mit so viel Elektronik), weiterlaufen und wir erreichten unser Gate nur ein paar Sekunden nach Ende des Boardings. Nach drei Stunden Warten am Air-France-Schalter und wenigen Sekunden Tickets-Drucken hatten wir endlich Gewissheit, die Nacht nicht in Paris verbringen zu müssen. Wir checkten ziemlich spät im Hotel ein, ohne Chance noch etwas am Austragungsort vorzubereiten.



 26.10. Erster Tag


Das Event, im Rahmen dessen das Turnier stattfindet, nennt sich “Festival della creatività” und ist eines der größeren Ereignisse hier in der Region. Es gibt eine große Menge verschiedener Veranstaltung von Kinderunterhaltung über eine Jobmesse bis hin zu Robotik und KI. Das Spielfeld ist im zentralen Gebäude eine der Hauptattraktionen. Heute mussten zunächst einmal die wichtigsten Dinge aufgebaut und getestet werden. Es stellte sich schnell heraus, dass es wieder einige Arbeit mit den Farbtabellen geben würde: Der Teppich hat ein bläuliches Grün und ist von einer besonders harten und schnellen Sorte. Verschiedene beleuchtete Aufbauten rundherum und große Fensterfronten sorgten für viel Abwechslung bei der Beleuchtung. Die Testspiele liefen dementsprechend: zunächst 5:0 in etwa 4 Minuten gegen Cerberus aber in einem zweiten Match nur noch 2:0. Leider konnten wir kein Testmatch gegen SPQR organisieren. Jedenfalls ist soviel klar: der morgige Tag wird eine Menge Arbeit bringen.



 27.10. Zweiter Tag: Vorrundenspiele


Seit heute streikt Stefans Laptop; es überhitzt sehr schnell und wir können kaum noch parallel arbeiten. Später zwang uns ein Knieschaden bei unserem Goalie noch zu einer Notoperation. Immerhin brauchte man dafür keinen Laptop. Wie schon am Vortag, waren die Lichtverhältnisse schwer einzuschätzen; ein wolkenloser Himmel sorgte dafür, dass wir alte Farbtabellen kaum noch benutzen konnten. Ähnlich ging es auch den beiden anderen Teams, die sich aber zusehends verbessern konnten. Unser erstes “richtiges” Match konnten wir 5:1 gegen Cerberus gewinnen, die übrigens eine wirklich überragende Schiedsrichterleistung boten. Mit etwas verbesserten Kicks gelang danach noch ein 5:0 gegen SPQR, die zuvor Cerberus 3:0 besiegt hatten. So konnte das Turnier weiterlaufen. Lief es aber nicht. Stattdessen verschätzten wir uns bei den Lichtverhältnissen des letzten Spiels des Tages klar und konnten uns gegen SPQR gerade so mit einem 1:1 retten.



 28.10. Letzte Vorrundenspiele und das Finale.



Nachdem wir uns die halbe Nacht mit Farbtabellen um die Ohren geschlagen haben waren wir halbwegs zuversichtlich heute besser gerüstet zu sein. Zumindest für Goalie und Striker hatten wir nun Farbtabellen, die bei sehr unterschiedlichen Bedingungen akzeptabel funktionierten. Während wir unsere Einstellungen für unser nächstes Spiel gegen Cerberus machten, verloren diese nur knapp mit 3:1 in einem recht chaotischen Match gegen SPQR. Offenbar waren wir nicht allein mit unseren Problemen.

 

Schon beim Aufstellen der Roboter in unserem folgenden Spiel gegen Cerberus war klar, dass die neuen Farbtabellen die Wende bringen würden. Ein deutlicher 7:0 Sieg war das Ergebnis - und die Erkenntnis, dass unser Verteidiger im Angriff besser aufgehoben war.

 

Das Finale bestätigte dies. Mit dem Ex-Verteidiger im Angriff und den besseren Farbtabellen konnten wir das Spiel gegen ein starkes Team SPQR mit 4:0 gewinnen und als Sieger das Turnier beenden. Zum Schluss wurden wir von SPQR mit einem Trikot und von den Veranstaltern mit einer richtigen Siegerehrung samt Pokal überrascht (demnächst in der Arena zu bewundern).

 

Zum Schluss gilt unser Dank natürlich den Veranstaltern für die Ausrichtung dieses schönen Turniers und unseren Gegnern für spannende und immer faire Spiele.



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